Un año en Chile

Ein Jahr in Chile

 
07April
2013

Viaje al Sur y unos dias en la capital

Die letzten Tage habe ich im Süden Chiles verbracht und konnte nun auch endlich diesen Teil Chiles kennenlernen.

Die Nacht im Bus – 28.03.

Mittags am Flughafen in Santiago angekommen traf ich dort auf Ian, den Nordamerikaner, welcher, wie wir nachher feststellten im selben Flugzeug aus Calama ankam. Mit einer anderen Austauschschülerin aus Schweden ging es dann zum YFU-Büro in Santiago, wo einige Leute schon seit dem frühen Morgen auf die Abfahrt des Busses in den Süden warteten. Eine ganze Menge an Erfahrungen und Anekdoten aus den bisherigen acht Monaten wurden ausgetauscht und so vergingen die Stunden bis es endlich 17 Uhr war, sehr schnell. Als der Bus dann da und beladen war ging es endlich los – auf die so lang erwartete „Viaje al Sur“. Nach gut zwei Stunden wurde gehalten und es gab in der Nähe von Santiago Abendbrot. Dann schnell wieder in den Bus mit vielen Gesprächen und nicht ganz so viel Schlaf. Trotzdem muss man sagen, dass die chilenischen Busse viel bequemer sind als ihre deutschen „Kollegen“.

 

Der Morgen danach – 29.03.

Geweckt durch den wahrscheinlich nervigsten Weckton der Welt, endete die Nacht im Bus etwas unsanft. Angekommen in Osorno, gab es dort Frühstück und nach einer Runde um die Plaza ging es noch ein bisschen weiter südlich Richtung Puerto Varas, wo wir die nächsten drei Nächte verbringen sollten. Das dortige Hotel „El Greco“ war recht rustikal eingerichtet und die verwendeten Holzbalken und –dielen sind, wie uns der „Herbergsvater“ beim einem Abendbrot erzählte, Überreste des alten Gebäudes der deutschen Schule in Puerto Varas. Nachdem die Zimmer bezogen wurden ging es auch gleich los mit dem ersten Ausflug, nach Puerto Montt. In der nach einem früheren chilenischen Präsidenten benannten nicht sehr spektakulären Hafenstadt besuchten wir hauptsächlich einen Markt, wo sich an den Artesaniateil gleich der Fischmarkt, wo wir letztendlich auch gegessen haben, anschloss. Am Abend ging es dann wieder zurück ins benachbarte Puerto Varas, wo es im Hotel Abendbrot gab und wir dann noch zum Abschluss des Tages ein paar Schritte ins Zentrum wagten.

Die Kirche von Osorno Felix in Puerto Montt Costanera de Puerto Montt Die Reisegruppe Puerto Montt

Am Ende der Welt – 30.03.

Heute ging es, gefühlt, mitten in der Nacht los, denn es standen so einige Punkte auf dem Programm. Gut gefrühstückt machten wir uns auf den Weg zu den „Saltos de Petrohue“ (Wasserfall), von wo man, wenn das Wetter mitmacht einen guten Blick auf den Vulkan Osorno hat. Das war bei uns allerdings nicht der Fall aber auch die Wasserfälle allein sind spektakulär. Nächste Station war der Hafen von Petrohue, von wo es im Boot weiterging, nach Peulla. Der kleine Ort am anderen Ende des „Lago Todos Los Santos“ ist nur mit dem Schiff über den See oder über die argentinische Grenze zu erreichen. Das ganze Dorf besteht eigentlich aus und wegen zwei Hotelkomplexen, wovon einer geschlossen ist. Mittag gab es eben dort, wo noch offen war. In Peulla gibt es außerdem noch eine Schule (mit genau einem Lehrer), einen Friedhof, die Schiffsanlegestelle und die Zollstation auf dem Weg nach Argentinien. Ganz in der Nähe gab es, mitten im Wald noch einen kleineren Wasserfall, welcher auch noch vor der Rückfahrt mit dem Schiff aufgesucht wurde. Auf der Rückfahrt tauchte auch der Vulkan Osorno teilweise aus den Wolken hervor. Zurück in Puerto Varas ging es nach dem Abendbrot auch nochmal in die Stadt.

Heute gings recht früh los Saltos de Petrohué Gruppenfoto Go home tree, you're drunk Montañas escondidas nochmal Wasserfall Nochmal zur Erinnerung: Das ist das selbe Land, aus dem auch die Wüstenfotos kommen

El Trauco – 31.03.

Der heutige Ausflug führte uns nach Chiloé. Mit dem Bus und der Autofähre ging es zur größten der mehr als tausend Inseln im Süden Chiles. Die „Chiloten“ haben teilweise ihre ganz eigene Kultur und Sagenwelt. In letztere wurden wir auf der Busfahrt, von unserem Reiseleiter, ein wenig eingeführt. So gibt es da zum Beispiel die Sage vom „Trauco“, welcher in den Wäldern der Insel sein Unwesen treibt. Aufgrund seiner angeblich magischen Anziehungskraft für Frauen, wird er bei den Bewohnern Chiloes noch heute für ungewollte Schwangerschaften auf der Insel verantwortlich gemacht. Erster Halt auf der Insel war an einem Strand, in der Nähe von Ancud, der zweitgrößten Stadt der Insel. Von dort ging es in zwei Gruppen und im Boot zum „Pinguinwatching“. Letztendlich haben wir diese, aufgrund der Jahreszeit nicht wirklich gesehen, dafür aber viele andere Tiere, wie u.a. auch Nutrias und viele verschiedene Vogelarten. Nach dem Mittag ging es nach Ancud, wo wir noch ein paar Runden durch die Stadt gingen und schließlich recht müde, und nach einer weiteren Bootsfahrt, nach Puerto Varas zurückfuhren. Den letzten Tag in Puerto Varas ließ die Mehrheit tanzend zu lateinamerikanischen Klängen ausklingen.

Bahia de Piñihuil So kommt man trockenen Fußes an Bord Chiloé Die Fauna Chiloes Caminando Und die ganze Reise lang, keinen Regen

Aguas calientes – 01.04.

Felsformationen, welche sich zu einer Art Becken formen und darin das dampfende heiße Thermalwasser, mitten in der Wildnis: so hatten sich wahrscheinlich die Meisten die Thermen von „Aguas calientes“ vorgestellt. Letztendlich war es ein wenig anders, aber alles der Reihe nach. Heute sollte es von Puerto Varas nach Valdivia, wo unsere Unterkunft für eine Nacht war, gehen. Auf dem Weg lagen nun die besagten Thermen. Mittag gab es dort ganz in der Nähe und dann gings los mit den „Badegängen“. Eigentlich war das Ganze ein Schwimmbecken an der freien Luft, welches mit warmen Thermalwassern gefüllt  war. Die Quelle lag ganz in der Nähe, wo das Wasser mit ca. 70°C rauskam. Zum Baden wurde es allerdings auf rund 40°C runtergekühlt. Trotz allem war es trotzdem recht interessant und vor allem entspannt. Der Fluss gleich neben dem Becken langfließt sorgte immer wieder für Abkühlung. Nach mehreren Stunden im Wasser, fast komplett aufgelöst, ging es weiter nach Valdivia, wo wir am späten Abend auch ankamen.

Aguas calientes

Robben und deutsches Bier – 02.04.

Eine ganz klassische Stadtbesichtigung stand heute auf dem Plan. Zu Fuß ging es ins Stadtzentrum, der für ihre Schokoladen und für ihre, von deutschen Einwanderern gegründeten, Brauerei bekannten Stadt. Vorbei an zahlreichen, faul rumliegenden Seelöwen ging es zum Fischmarkt, wo die genannten Robben sehr von den Fischabfällen profitierten. Weiter im Stadtzentrum wurde eine in ganz Chile berühmte Schokoladenmanufaktur besucht. Im Anschluss ging es an Bord eines Schiffes auf dem Fluss „Calle Calle“, von wo aus wir Valdivia nochmal von einer anderen Perspektive kennenlernten, natürlich immer begleitet von Seelöwen. Danach hatten wir selbst nochmal Zeit in Valdivia bevor es nach einer Runde durch den Botanischen Garten, der  Universidad Austral de Chile zur anfangs erwähnten Brauerei ging, welches eigentlich schon der letzte Höhepunkt der Südenreise war. Am Abend wurde im deutschen Verein in Valdivia gegessen und von dort ging es dann zurück nach Santiago.

Faule Robbe ist faul Auf dem Fischmarkt von Valdivia Fischverkauf La feria Bootsfahrt in Valdivia Mein ganz eigenes Herbstfoto Cerveceria Kunstmann na gut, das Essen war jetzt nicht sehr typisch deutsch

Am Ende der Reise – 03.04.

Nach der Nacht im Bus gab es, in Buin, einem Vorort von Santiago, Frühstück. Schon bald kamen wir in Santiago, im Büro von YFU, im Stadtteil Providencia an. Die nächsten Tage in Santiago sollten wir in Gastfamilien verbringen, welche uns auch im Laufe des Tages abholten. Angekommen bei meiner dieser Gastfamilie gab es gleich Mittag. Im Laufe des Nachmittags kamen dann auch die anderen Familienmitglieder von Arbeit oder Schule zurück. Die dortige Familie ähnelt der in Calama teilweise sehr. Mein Gastbruder in Santiago hat beispielsweise im selben Jahr wie mein calamenischer Gastbruder ein Jahr in Deutschland verbracht, deshalb kannten sie sich auch. So klein ist Chile! Neben dem genannten Gastbruder gibt es noch einen jüngeren Gastbruder, welcher im nächsten Jahr ein Autauschjahr machen will, aber noch nicht weiß wo. Die Gastschwester geht in die 5.Klasse. Beim Abendbrot als dann alle da waren, wurde viel erzählt und die Gasteltern konnten sich überzeugen, dass ihr Sohn sich wahrhaftig auf Deutsch, dieser für sie kryptischen Sprache verständigen kann.

Da unten liegt Santiago

El centro de Santiago – 04.04.

Ein paar Mal war ich ja schon in Santiago, hatte aber nie die Gelegenheit, die Stadt von ihrer touristischen Seite kennenzulernen. Das sollte sich heute endlich mal ändern. Mit einigen anderen Austauschschülern trafen wir uns morgens an einem Einkaufszentrum ganz in der Nähe des YFU-Büros, von wo es glücklicherweise auch mit einer ortkundigen, in Santiago wohnenden Austauschschülerin ins Zentrum der Stadt, zur „Moneda“ ging. Die Moneda ist der Präsidentenpalast, worunter sich auch ein Museum befindet. Aufgrund der mangelnden Zeit wurde sich das aber für ein anderes Mal aufgehoben. Weiter ging es zur Plaza de Armas, wo u.a. die Kathedrale von Santiago besichtigt wurde. Nächste Station, nach einem „internationalen“ Mittagessen beim Chinesen, war ein Hügel im Zentrum Santiagos, der „Cerro Santa Lucia“. Aufgrund der endlichen Zeit, wurde von dort nur kurz ein Blick auf Santiago geworfen, auf welches man von der Spitze des Hügels, bei entsprechendem Wetter und möglichst wenig Smog, einen tollen Rundumblick hat. Mit der Metro ging es zurück in Richtung YFU-Büro, von wo es zurück zur Gastfamilie ging. Am Abend stand ein „International Dinner“ bei YFU an, wo jeder eine Spezialität aus seinem Land kochen und mitbringen sollte. Am Ende gab es richtig viel und leckeres Essen.

Der Präsidentenpalast - La Moneda Felix und die wahrscheinlich größte chilenische Flagge der Welt Geschäftiges Treiben an der Plaza de Armas

Schulbesuch und Fiesta – 05.04.

Am Vortag bot mir meine Gastmama, welche als Lehrerin arbeitet, an, doch mit meinen Gastgeschwistern mit in die Schule zu gehen. Im Begriff noch mehr Leute kennenzulernen nahm ich dankend an und so begann der heutige Tag recht früh, denn der Weg zur Schule, von einem Vorort von Santiago zur Schule, im Zentrum der Stadt, dauert mit dem Auto ca. 45 Minuten. Daran ist man in Santiago gewöhnt und hat Decken mit im Auto um am Morgen einfach weiterzuschlafen. Die Schule ist im Vergleich zur Schule in Calama recht groß und eine Jungenschule. Dass auch Mädchen die Schule besuchen, wurde vor einigen Jahren eingeführt und so ist die 7.Klasse die erste, die auch Mädchen besuchen dürfen. Nach unzählig vielen Fragen, vielen neuen Leuten und ein paar Unterrichtsstunden war der Schultag schon vorbei und mit meinem jüngeren Gastbruder ging es dann in die Stadt zum Essen. Am Abend, stand der Höhepunkt der „Viaje al Sur“ und der Zeit in Santiago an: die „Fiesta de disfraces“ (Kostümparty). Meine Tinkutracht (ihr erinnert euch: der bolvianisch-altiplanische Volkstanz), diente mir mit seiner bunten „Farbenfederpracht“ als Verkleidung. Der Tag und die Zeit in Santiago, ging also mit Latino-Rhythmen bis in die Nacht, zu Ende.

 

Heimreise – 06.04.

Jede, bzw. die meisten Reisen haben irgendwann ein Ende, wie auch diese. Am Vormittag ging mein Flug zurück nach Calama, zurück in die Wüste, wo mir jetzt nur noch ca. drei Monate bleiben, bis es wieder nach Deutschland geht. In dieser Zeit, ist auch noch, in zwei Wochen, die Weltmeisterschaft in den USA und, in der ersten Juniwoche, eine Woche, Nachbereitungstagung in Olmué, bei Santiago.

10Februar
2013

Brasilllll

Am 25.01., genau ein halbes Jahr nach meiner Ankunft in Chile, verließ ich es auch schon wieder. Allerdings nicht Richtung Deutschland sondern nach Brasilien. Zusammen mit einer befreundeten Familie (die der Schulleiterin) begannen wir das Abenteuer im überfüllten Flughafen von Santiago. Nach rund drei Stunden Flug kamen wir in Sao Paulo, der größten Stadt Brasiliens an, von wo es gleich weiter nach Rio de Janeiro ging. Spät abends, von der Hitze erschlagen versuchten wir im Strandviertel Copacabana etwas zu Essen zu finden, was um diese Zeit schwerer als gedacht herausstellte. Am nächsten Tag begann die Besichtigung dieser unglaublich lebendigen Stadt. Genau einen Tag hatten wir dafür Zeit. Dies reichte für die wichtigsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten Rios, wie die Seilbahnfahrt zum Pao de Azucar (Zuckerhut), dem Aufstieg zur gigantischen Christusstatue oder der Besuch in der riesigen kegelstumpfförmigen Kathedrale von Rio. Nach dieser Reizüberflutung, ging es dann zum Strand der Copacabana. Das Wasser ist sehr warm und trotz seiner Lage mitten in der Stadt recht sauber. Am Abend wurde eine der zahlreichen Sambaschulen besucht, welche sich in den Endvorbereitungen zum großen Karneval von Rio befanden. Ich persönlich glaube, dass Europäer überhaupt gar nicht fähig sind sich so zu bewegen. Zu den rhythmischen Klängen der Samba tanzten schon kleine Kinder bis in die Morgenstunden.

Am nächsten Tag wurde der Morgen am Strand verbracht und gegen Mittag wurden wir von einem Kleinbus abgeholt der uns direkt zum Hafen von Rio, von wo unsere Kreuzfahrt an der Küste Brasiliens startete. An Hafenkränen vom VEB Kranbau Eberswalde vorbei, betraten wir das riesige Schiff, namens „MSC Orchestra“, welches eigentlich mehr einem Gebäude ähnelte. Um die 3000 Passagiere (+1000 Leute Besatzung) finden dort Platz  (außer am Pool). Am frühen Abend legten wir ab, verabschiedeten uns von Rio, Cristo Redentor, der Copacabana und dem Pao de Azucar.

Jeden Abend gab es an Bord eine Show, vor dem Essen, die hatten immer ein unterschiedliches Thema, das Repertoire reichte von einem italienischen Abend bis zu einer Frank-Sinatra-Show. Diese waren jeden Abend mit denselben Sängern und Tänzern. Außerdem dachten Einige die Frau die uns am Vorabend im Restaurant bediente nun auf der Bühne, bei der Samuraishow zu erkennen. Gleich am ersten Morgen kamen wir am ersten Zielort an. Buzios liegt in der Nähe von Rio auf einer Halbinsel und ist bekannt für seine wunderschönen Strände. Wir entschieden uns jedoch den Tag an Bord des Schiffes zu verbringen, da selbst der Aufenthalt am Pool, durch die wenigen Menschen an Bord angenehm war und wir außerdem nach der Kreuzfahrt noch einige Tage in Buzios verbringen würden. Auf den Tag am Ufer von Buzios folgte ein Tag auf See. Nach dem Ausschlafen wurde ausgiebig gefrühstückt und dann gab es auch schon fast Mittag. Die Mahlzeiten, außer dem Frühstück wurden immer am selben Tisch eingenommen und meistens bedienten uns auch dieselben Kellner. Allerdings konnte man auch rund um die Uhr seinen (meist gar nicht vorhandenen) Hunger an einem Buffet stillen. Am zweiten Abend wurde bei der allabendlichen Show, der Kapitän und andere wichtige Personen vorgestellt. Der Küchenchef erntete dabei natürlich den größten Applaus. Außerdem hab ich mir Kapitäne immer anders vorgestellt. Am dritten Tag kamen wir in Ilheus an. Ein weiteres schönes Küstenstädtchen. Ausflüge an Land wurden schon im Schiff angeboten. Unserer umfasste einen Aufenthalt an einem Strand (mein persönlicher Favorit der brasilianischen Strände) und danach, um den Bildungsauftrag zu erfüllen eine Führung durch die Stadt, dessen Straßen, Cafes und Kirchen, dem berühmten brasilianischen Autor Jorge Amado als Orte für seine Bücher dienten (à Literaturtipp: „Gabriela wie Zimt und Nelken“; Jorge Amado). Am späten Nachmittag verließen wir Ilheus in Richtung Norden. Am nächsten Morgen kamen wir in Salvador de Bahia an, der drittgrößten Stadt Brasiliens. Auch dort war eine Tour vorgesehen, welche aufgrund der Größe der Stadt nur den bildenden Teil beinhaltete. Die Region Bahia gilt als Heimat der Capoeira, einer Art „Kampfsport mit Musik“, das wird auch zahlreich in den Straßen praktiziert. Die Innenstadt Salvadors und die zahlreichen Kirchen sind sehenswert und insgesamt geht es auch ruhiger zu als in Rio. Nach dem Tag in Salvador ging es auch schon wieder zurück nach Rio. Einen Tag verbrachten wir noch an Bord des Schiffes. Nach der Ankunft im Hafen und der erfolgreichen Suche unserer Koffer ging es wie bereits erwähnt nach Buzios, wo wir weitere vier Tage verbrachten. Von der Unterkunft hatte man, wie eigentlich überall einen guten Blick auf die Buchten und das Meer. Die folgenden Tage wurden eben an diesen Stränden verbracht. Tiefenentspannt und mit viel Sand im Koffer, Rucksack und gefühlt überall ging nach vier Tagen wieder zurück nach Chile, nach Santiago.

Die Kathedrale von Rio von innen Escaderia Selaron - von einem chilenischen Künstler gestaltete Treppe ... gestaltet mit Fließen aus der ganzen Welt (und aus Sättelstädt) Auf dem Weg zum Pan de Azucar Endlich oben die gesamte Reisegruppe nächste Station - Christo Redentor Copacabana Ilheus Salvador de Bahia Buzios Buzios' Strände

21Januar
2013

Arica y el lago Chungará

Die Segnung des neuen Häuschens, einer Freundin meiner Gastfamilie war Anlass das vergangene Wochenende in Arica zu verbringen. Arica ist die nördlichste Stadt Chiles, wenige Kilometer von der Grenze zu Peru entfernt, direkt am Meer und ca. 600km von Calama entfernt. Nach einem Asado am Vorabend ging es am Freitag zum „Lago Chungará“, einem der höchstgelegenen Seen der Welt. Er liegt auf ungefähr 4500 m ü. NN und ist mit seinen umgebenden Vulkanen: Pomerape und Parinacota sehr sehenswert. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die am See lebenden Flamingos, die mit Kamelen verwandten Vicuñas und Bergviscachas (die sehen aus wie Kaninchen mit Schweif). Alle diese erwähnten Tiere haben sich auf dem Weg von Arica zum See von uns sehen lassen. Teilweise nur wenige Meter von uns entfernt. Die schnelle Überwindung von, mit Hin- und Rückfahrt 9000m wurde nicht zum Problem, jedoch merkt man die Höhe schon beim Atmen und so wurde am See nur entspannt rumgelaufen, die Fotos gemacht und sich schon auf den Rückweg gemacht, da tiefliegende Wolken angesagt waren, welche die Sicht auf ca. 3 m beschränken. Das war auch der Grund weshalb keines der auf den Weg liegenden Andendörfchen genauer besichtigt wurden konnte, obwohl Putre oder Parinacota mit ihren Kirchen sehr empfohlen wurden. Naja, man kann ja nicht alles haben.

Arica selbst ist auch ein schönes Städtchen. Die dortige Kathedrale „San Marco“ wurde vom selben Architekten erbaut, welcher gute zehn Jahre später den nach ihm benannten Eiffelturm in Paris erbaute - Gustave Eiffel. Da die Mehrheit der ortsansässigen Pfarrer in Arica, gemeinsam verreist ist, verbleiben nur noch einigen wenige, welche alle Gottesdienste, Hochzeiten und natürlich auch Haussegnungen, wie die unserer Freundin durchführen. Der Pfarrer der diese dann vornahm war ein Schotte und lebte schon mehrere Jahre in Arica.

Also, so viel dazu. Im Anschluss noch ein paar, wie ich finde schöne Fotos (weil schöne Landschaft). Und wer es noch nicht gelesen hat, hab ich an der Randleiste noch ein geistreiches Zitat eingefügt.

Liebe Grüße und fleißig Kommentare, Postkarten, Nachrichten, Rauchzeichen oder auch Brieftauben senden.

Euer Felix

Ein weiteres Pukará (auf dem Weg zum Lago Chungará) im Hintegrund das Dörfchen Putre die erwähnten Vicuñas die angekündigten Kaninchen mit Schwanz Angekommen! Flamingooooos Salat die beschriebenen tiefen Wolken San Marco en Arica - erbaut von Gustave Eiffel

01Januar
2013

Navidad, Año nuevo, ...

Das Weihnachtsfest wurde auch hier auf der anderen Seite der Welt gefeiert und das, gar nicht mal so anders als in Deutschland. In Chile spielt dabei der katholische Glaube eine viel größere Rolle und anderseits kommt die kommerzielle Seite Weihnachtens viel deutlicher zum Vorschein. Das klingt komisch aber die Chilenen bringen das beides unter ein Dach. Der, in der Wüste verständlicherweise, künstliche Weihnachtsbaum wurde schon recht früh aufgebaut. Heiligabend wurde schön Abendgegessen und die Bescherung wurde um Mitternacht begangen. Am ersten Weihnachtsfeiertag wurde am Nachmittag ein Gottesdienst besucht. Eigentlich ein, nach meinen Vorstellungen sehr „typisches“ Fest. Was fehlte war Kälte, Schnee, Weihnachtsmarkt, …

Jedoch ist es auch ganz schön die Weihnachtszeit am Strand zu verbringen. Ja, das war übertrieben, das war eigentlich nur ein Tag. Außerdem war es die erste Berührung mit pazifischem Wasser. Am 29.12 war außerdem auch der Geburtstag meiner Gastschwester Valentina.
Silvester wurde bei uns zu Hause mit der Familie und mit einigen Freunden gefeiert. Insgesamt waren es rund 25 Leute aus 4 Familien, u.a. war die Schulleiterin dabei, auch die Gastfamilie vom anderen Felix, die Familie der Freundin des Gastbruders des anderen Felix und wir. Mit dem Jahreswechsel wurde es dann ein wenig stressig, da erst gegen 11 Uhr mit dem Essen angefangen wurde. Naja es wurde dann schnell angestoßen und auch vier Stunden später als in Deutschland. Danach wurde auf die Straße gegangen um die Feuerwerke in Calama zu bewundern. Allerdings waren die im Vergleich zu Silvesterfeuerwerken in Deutschland nur halb so spektakulär. Denn es gibt nur eines der Stadt und jegliche selbstveranstaltete Feuerwerke sind verboten und daran wird sich auch mehr oder weniger gehalten. Deshalb wurde bei uns Stahlwolle angezündet und in der Luft rumgewedelt was auch „okay“ war.

Und so hab ich auch hier das Ende des Jahres verbracht und wünsche euch, da ich ja 3 Monate Ferien habe und deshalb immer sehr beschäftigt bin und somit auch selten Blogeinträge schreibe, etwas verspätet frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr!

Plätzchen, Weihnachtsvorbereitung Es wird ernst ... Strand im Dezember nochmal Strand und nochmal Silvesterrr Das beschriebene Pyromanie mit Stahlwolle

16Dezember
2012

First Lego League Chile

Wie ihr vielleicht in der Berichterstattung der Tagesschau vom landesweiten Finale der First Lego League in Santiago de Chile gesehen habt, ist das Team des Colegio „San Ignacio“ Chilemeister geworden. Vielleicht habt ihr den Beitrag aber auch verpasst. Deshalb schreib ich hier nochmal darüber. Auf jeden Fall bin auch ich seit Anfang September ein Teil dieser Gruppe. Wie schon in einem der letzten Blogeinträge erwähnt, qualifizierten wir uns für den Wettbewerb in Santiago bereits vorher in einem Regionalausscheid in Antofagasta Ende September.

Getroffen wurde sich vor den Wettkämpfen immer drei Mal pro Woche nach dem Unterricht. Das Ganze war wie eine AG, wobei die Lehrer die diese leiten großen Wert darauf legen, dass es ja eine Auswahl der Besten der Schule sei. Den einen der beiden Lehrer haben wir in Mathe-Wahlfach und der andere ist unser Kunstlehrer.

Bei den Wettbewerben, sowohl beim nationalen als auch bei regionalen ging es u.a. darum einen Roboter aus Lego-Sets zusammenzubauen und zu programmieren, welcher dann vorgegebene Aufgaben erledigen soll. Jedes Jahr gibt es ein Hauptthema, welches dieses Jahr „Senior Solutions“ hieß. Dieses Thema spielt bei einem Projekt, welches man neben dem Bau des Roboters erledigen muss, eine Rolle. Es ging also darum etwas zu erfinden, entwickeln oder zu verbessern um älteren Menschen im Alltag zu helfen. Bei uns kam nach einem Besuch in einem Altersheim in Calama und Gesprächen mit dessen Bewohnern kam uns die Idee eines seniorenfreundlichen Nachttisches, welcher ehrlich gesagt an die in Krankenhäusern erinnert. Auf jeden Fall konnten wir mit unserem Roboter und unserem Nachttischchen, welches wir in Antofagasta nur als digitales Modell hatten und für das landesweite Finale aus Pappe in zahlreichen Arbeitsstunden nachgebaut hatten, die Jury überzeugen.

Die Gewinner des Wettkampfes, also wir durften auswählen zwischen einer Weltmeisterschaft in den USA, in San Louis oder in Deutschland, in Paderborn. Wir entschieden uns glücklicherweise für die USA und nun geht es Ende April nach Missouri. Zurzeit sind wir dabei Sponsoren zu finden. Das ist in Calama, mit den ganzen großen Bergbauunternehmen hoffentlich kein so großes Problem.

USA!!!

Chao

Felix

Vorher - Flug nach Santiago Der Abend davor - letzte Absprachen zur Präsentation des Projektes Gewonnennnnn! Pokal, Chile, Poster, Roboter, Velador, Teamv... Das ist ein Foto von den Panini-Aufklebern nacher - angekommen in Calama - am Flughafen wurden wir von unseren Eltern und auch der Schulleiterin empfangen Artikel im Mercurio von Santiago (das Internet sagt, dass es die FAZ Chiles wäre) Artikel im Mercurio von Calama

20November
2012

Con los Abuelos

Nun habe ich endlich mal wieder Zeit euch von einigen meiner Erlebnisse zu berichten. In der letzten Woche waren die „Abuelos“ zu Besuch, dies waren also die Mama meines Gastpapas, zwei seiner Tanten und sein Onkel. An den beiden Wochenenden wurden dann Ausflüge unternommen um die Schönheit der Atacama zu präsentieren. Am ersten Wochenende wurde San Pedro gezeigt. Nach dem Mittag, wurden neben „Valle de la Luna“ auch die Kirche gezeigt. Danach wurde noch ein wenig durch San Pedro gelaufen, was durch die Größe des Dorfes auch recht schnell erledigt war. Danach wurde dem Besuch auch noch das Terrain, was die Familie, etwas außerhalb von San Pedro hat gezeigt.

Am nächsten Freitag nach der Schule ging es nach Chuquicamata, zur Kupfermiene. Chuquicamata bezeichnet auch die nahegelegene Stadt, nach der die Grube benannt wurde. Der Kupfertagebau ist mit 3000m Breite, 4000m Länge und einer Tiefe von bis zu 1000m, die größte von Menschen erschaffene Grube der Welt. Noch größer ist die, durch die Kupfergewinnung verursachte Zerstörung der Umwelt. Rund um Chuquicamata ist alles durch die durch Kupfergewinnung übriggebliebenen Chemikalien verseucht. Teilweise gibt es Seen, welche auf den ersten Blick an Lagunen erinnern, jedoch Ansammlungen jener Chemikalien sind. Mittlerweile ist die Stadt Chuquicamata eine Geisterstadt. Im Jahr 2008 siedelte der erste Bewohner von der Stadt ins nahegelegene Calama um, wo extra neue Siedlungen gebaut wurden. Sowohl meine Area-representative von YFU, als auch viele meine Klassenkameraden und Freunde wohnten vorher dort. Die verlassenen Häuser und leeren Straßen erinnern fast ein wenig an die Geisterstadt Tschernobyl. Einen Teil der Stadt ist bereits durch die Abraumhalden des Tagebaus verschüttet, sowohl das „Colegio Chuquicamata“, welches ebenfalls nach Calama umgezogen ist, als auch das Krankenhaus, welches zur Zeit der Erbauung das Modernste und Beste in Lateinamerika war befinden sich unter den riesigen Massen an Abraum. Den Teil der Stadt der noch existiert, will man auch erhalten; als eine Art Gedenkstätte. Eine Tour nach Chuquicamata wird jeden Freitag von Calama aus von der Betreiberfirma Codelco organisiert. In einem großen Bus geht es bis in die Stadt hinein. In einer ehemaligen Apotheke, in einer Nebenstraße von dem Gebäude wo mein Gastvater früher gearbeitet hat, wurde ein Infozentrum eingerichtet. Danach ging es weiter zur eigentlichen Miene. Eine eigens für Besucher eingerichtete Aussichtsplattform bot einen Ausblick über den fast unendlich scheinenden Tagebau. Am späten Nachmittag ging es zurück in das, im Vergleich wunderschöne Calama.

Am Samstag gab es ein „Asado“ bei uns, also es wurde gegrillt. Dies ist bei den Chilenen ein tagesfüllendes Programm. Zu diesem Anlass wurden auch endlich die von mir mitgebrachten Thüringer Bratwürste (leider nur aus der Konserve) gegrillt.

Am Sonntag gab es wieder ein tagesfüllendes Sightseeing-Programm. Erste Station war die Talsperre und Brücke Conchi, von welcher ich bereits berichtete. Danach ging es nach Lasana, einem  sehr kleinen Örtchen am Ufer des Flusses „Loa“. Dort befindet sich das Pukara de Lasana. Pukaras sind von der indigenen Bevölkerung der Atacamawüste, den Atacameños errichtete Festungen um sich gegen die einfallenden Inkas zu schützen. Dies nütze allerdings nicht viel. Im 16. Jahrhundert nutzen die Inkas die Festungen um sich gegen die Spanier zu verteidigen. Auf dem Rückweg nach Calama ging es noch nach Chui Chui, ebenfalls ein Dorf wie San Pedro, jedoch nicht  mit so vielen Touristen. In Chiu Chiu findet man die älteste Kirche Chiles. Die von den Spaniern gegen 1600 erbaute Kolonialkirche besitzt eine aus Kakteenholz gefertigte Eingangstür. In Ermangelung von Nägeln wurde sich mit Lederriemen „zusammengebunden“.

Außerdem haben wir, im Rahmen unserer Robotik-AG, in welche ich aus Tatendrang eingetreten bin, in Antofagasta bei einem Wettbewerb mit Lego-Robotern, gewonnen und werden die Region am 15.12 beim Wettbewerb auf nationaler Ebene vertreten. Neben dem Wettbewerb von den Robotern wurde auch ein Projekt vorgestellt, in diesem Jahr unter dem Motto: „Senior Solutions“. Also wie kann man älteren Menschen im Alltag helfen. Im Rahmen dieses Projektes hatten wir einen „Compañero“, ein Pflegeheim in Calama, welches wir im Vorfeld mehrmals besuchten.

Soviel erstmal zu den letzten Wochen!

Viele Grüße und hoffentlich viele Kommentare unter diesem Blogeintrag!

Euer Felix

Chuquicamata - der Berg im Hintergrund ist eine Abraumhalde des TagebausDas InfozentrumChuquiDer TagebauVergleichFelix in Chuqui - HelmpflichtIn den Straßen ChuquisSan PedroPukara de LasanaRio LoaDie Kirche von Chiu Chiu - mit meinen GastelternDie Sieger des WettbewerbesEiner der Sieger            

27Oktober
2012

Salida a Taira

Im heutigen Blog-Eintrag geht es um einen weiteren Ausflug in die Wüste. Heute erreichte mich auch die Nachricht, dass in Teilen Deutschlands der erste Schnee gefallen ist. Eine sehr befremdliche Vorstellung, wenn man gerade in der Wüstensonne eingeht. 

Bevor es endlich losging, in die Wüste, wurde sich gegen 09:30 in der Schule getroffen. Der Ausflug war eigentlich von Schülern, des humanistischen Zweiges der 11. und 12. Klasse. Da die organisierende Lehrerin jedoch auch meine Klassenlehrerin ist und noch ein Platz im Bus frei war, hat sie mich netterweise auch eingeladen. Gegen 10:00, nachdem alle langsam eingetrudelt sind ging es los. Nach ca. einer Stunde Fahrt wurde der erste Stopp eingelegt. Dort wurde die angeblich höchste Brücke Chiles bestaunt. Es wird gesagt, dass diese von Gustave Eiffel erbaut wurden sein soll. Aber wie gesagt, man sagt es. Was aber wirklich wahr ist, dass der besagte Herr Eiffel nicht unwesentlich auch in Chile gewirkt hat. So hat er neben einigen Kirchen, wie in Arica und Coquimbo auch den Hauptbahnhof in Santiago gebaut. Nun zurück zur Brücke. Die Brücke wurde ursprünglich, im Jahre 1890 als Überquerung des Flusses "Loa" für die Eisenbahnstrecke zwischen Antofagasta nach Bolivien, über Calama erbaut. Nachdem die Tragfähigkeit der Brücke nach einigen Jahren nachließ, wurde die Brücke nur noch von Autos passiert. Heute ist selbst das verboten und nur Fußgänger dürfen die Brücke benutzen.

Nach dem Zwischenstopp an der Brücke, kam nach ca. 20 Minuten schon der nächste. An einem Berg, der den Namen "Cerro Las Papas" trägt wurde ausgestiegen. Die Felsen am Berg erinnern, mit etwas Fantasie, wie der Name evtl. schon verrät an vom Berg runterrollende Kartoffeln. Außerdem bekamen wir von der Führerin eine kleine Einführung in die Geologie der Atacama. Auch die typischsten Kaktusarten der Atacama wurden uns vorgestellt. Nach einigen Fotos und vielen neuen gelernten Dingen ging es weiter nach Taira.

Dort kamen wir nach einer weiteren Stunde Fahrt dann auch an. Der Bus wurde auf der einen Seite des Flusses geparkt. Das Ziel lag auf der anderen Seite Flusses. Das eigentliche Problem war nicht, den Fluss zu überqueren, sondern erst mal dort hin zu kommen. Der Fluss lag nämlich in einer Grand-Canyon ähnlichen Schlucht. Vielleicht nicht ganz so tief wie der große Bruder in Arizona aber trotzdem beeindruckend und zumindest Wüste war auch da. Nun wurde also erst mal bis zum Fluss runtergelaufen. Das stellte sich durch einen gut gemachten Weg als einfacher heraus als es aussah. Der Fluss wurde überquert und das verhältnismäßig kühle Wasser um die Füße genossen. Weiter führte uns der Weg ca. eine weitere Stunde am Fluss entlang. Am Wegrand fielen uns immer wieder größere Kothaufen auf. Dies stellte sich als ein interessantes Phänomen heraus, denn die dort wildlebenden Lamas, haben ihre natürlichen "Klos", wo alle Artgenossen ihr Geschäft verrichten. Außerdem fielen uns drei größere Glasscherbenhaufen auf, welche sich als Überreste eine Mineralwasserabfüllung herausstellten. Seit 1920er Jahren wurde an diesen Ort Mineralwasser in Flaschen gefüllt und in den umliegenden Wüstendörfern verkauft. Wie es der Zufall so wollte gehörte das Ganze auch einem Deutschen. Zur Zeit des zweiten Weltkrieges  musste der Deutsche dann Chile verlassen und von der "Fabrik" sind nun nur noch, teilweise recht gut erhaltene Glasreste übrig. 

Nächste Station war dann aber schlussendlich das eigentliche Ziel des Ausflugs: "Taira". Dabei handelt es sich um Felsbemalungen, die die hiesigen Bewohner schon um 1500 v.Chr. gemacht haben. Der „bemalte“ Ort diente u.a. zur Beobachtung der Sterne. An diesem fast magisch wirkenden Ort verweilten wir einige Zeit. Dann machten wir uns auch schon auf den Rückweg zum Bus, die Schlucht runter, über den Fluss und wieder hoch. Gegen 19:00 kamen wir wieder in der Schule an.

Puente Conchi - im Hintergrund die Vulkane San Pedro und San Pablo    Die Eisenbahnstrecke führt zwar nicht mehr über die Brücke, verläuft aber dennoch in der NäheDie angeblichst höchste Brücke Chiles (ihrer Art) Cerro Las Pappas neue Freunde Die Schlucht am Rio Loa Der Rio Loa das besagte Lamaklo Überreste der Mineralwasserabfüllung Dort wurde dieses Wasser abgefüllt. Eine Thermalquelle Alto Loa Los dibujos de Taira Dort saßen schon vor 3500 Jahren Menschen Auf dem Rückweg wurden sogar Lamas gesichtet

Allem in allen ein sehr schöner und lehrreicher Ausflug in die Atacamawüste. Ich hoffe die Bilder helfen euch ein bisschen, sich das Ganze vorzustellen. Über ein paar Kommentare würde ich mich auch sehr freuen!


13Oktober
2012

Dia del Profesor

Auch heute berichte ich mal wieder von einer Feierlichkeit, welche man in Deutschland in dieser Form nicht zelebriert: der Tag des Lehrers.

Neben den ganzen Festen etc. hier in Chile sollte ich erwähnen, dass ich nebenbei auch die Schule besuche, Arbeiten, Tests mitschreibe und dabei gar nicht mal so schlecht abschneide. Der Schlechsteste bin ich in den meisten Test auch nicht mehr (einige meiner Mitschüler machen einem das aber auch leicht. Aber genug dazu!

Die Feierlichkeiten zum "Dia del Profesor" (also Tag des Lehrers) fanden am Freitag, dem 12.10. statt. Der eigentliche offizielle gesamtchilenische Tag des Lehrers ist aber erst am nächsten Dienstag. Warum und Weshalb das Fest an unserer Schule nun schon früher stattfand hat glaub ich keinen offiziellen Grund. Gegen 09:00 chilenischer Zeit (und vor allem chilenischer Zeitauffassung, also ca. eine dreiviertel Stunde später) began der Tag mit einem Frühstück in der Klasse mit Klassenlehrer. Jeder brachte etwas mit, von Brot, Brötchen, Käse, Keksen, Torte und Kuchen war alles vertreten. Ich steuerte einen Nusskuchen bei der in einer etwas abgewandelten Form aus einer Dr.Oetker Backmischung entstand. Dies erschien mir aufgrund der knappen Zeit einfacher, v.a. nach dem letzten "Quarkkuche ohne Boden und ohne Quark Abenteuer". Der erwähnte Kuchen fand großen Zuspruch (ich hoffe nicht nur aus Höflichkeit). Nachdem keiner mehr etwas zu Essen sehen konnte, geschweige denn etwas essen konnte, fand gegen 11:00 ein Acto (also so Schulversammlungs mäßig) statt. Nach einer Rede des Schülersprechers Felipe (welcher der Gastbruder von dem anderen Felix, dem Schweizer ist) betraten die Lehrer der Schule unter jubelnden Getöse die Turnhalle, wo das Spektakel stattfand. Weiterhin wurden Tänze aufgeführt, Lieder gesungen und die Lehrer kamen nochmal grüppchenweise auf die Bühne und durften sich nochmals im Applaus suhlen. 

Im Laufe des Tages wurden alle Lehrer, die einem auf dem Schulgelände begegneten umarmt und ihnen wurde nochmal persönlich gratuliert. Eine trieben es sogar so weit, dass kleine Geschenke überreicht wurden. In Deutschland würde man die Lehrer bestimmt wegen Bestechung o.ä. belangen. Insgesamt eine gute Idee, ein solcher Tag, jedoch finde ich, dass dieser Tag nicht so ganz mit dem sonstigen Umgang mit den Lehrern hier, z.B. während des Unterrichtes zusammenpasst.

Gesang, Tanz Rede des Schülersprechers die Schulgemeinschaft (der Großteil) Jubel als die Lehrer die Bühne betraten Rede der Schulleiterin

06Oktober
2012

Caminata a Ayquina

Friedhof der Haustiere

Heute war ich auf einer von der Schule organisierten Pilgerwanderung. Eigentlich wurden letztendlich nur 5 km gelaufen, jedoch durch wunderschöne Natur. Erste Station war ein Kreuz (mitten in der Wüste), was an die Ermordung, zweier Geiseln bei einem Banküberfall erinnert. Gleich daneben begraben die Leute aus Calama ihre Haustiere. Sozusagen ein Haustierfriedhof (interessante Fotos). An einer Schlucht des Rio Salado wurde losgelaufen. Fünf Kilometer bis Ayquina durch die Wüste, mit Blick auf schneebedeckte Berge und inkl. Fata Morgana (ich glaub immernoch, dass das ein See war). Der Unterschied von Ayquina bei der Fiesta de Ayquina und Ayquina an anderen Tagen des Jahres, wie heute ist enorm. Man sah außer den Mitschülern eigentlich keine Menschen auf der Straße. Nach dem Gottesdienst gab es dann noch Empanadas. 

27Sept
2012

Algunas fotos de Calama

Hier kommen die ersten Fotos meiner neuen, zweiten Heimat: Calama.

Es kommen sicher noch weiter, etwas aussagekräftigere im Laufe des Jahres. Aber fürs Erste reicht es sicher auch.

Viele Grüße

Felix

Das Zentrum - Die Fußgängerzone So sieht es also aus in Calama! Die Häuser sind meist von diesem Typ Die Eisenbahnstrecke Typische Straßenszene in Calama (nein eigentlich nicht) Mein zweites Zuhause

23Sept
2012

Fiestas Patrias - Santiago de Chile

Nun war es endlich soweit der chilenische Nationalfeiertag (18.09) stand vor der Tür. Dies bedeutete neben einer der größten Feste Chiles auch eine Woche Ferien. Die Woche verbrachten wir in Santiago, bei meinen anderen zwei Gastgeschwistern. Diese konnten nähmlich nicht nach Calama reisen, da sie nicht in  den Genuß einer vollen Ferienwoche kamen.

Am späten Abend des 14.09 (Freitag) flogen wir von Calama nach Santiago, wo wir am nächsten Tag ankamen. Mein Gastbruder Matias, welcher in Santiago Ingenieurwesen studiert holte uns am sehr frühen Morgen am Flughafen ab. Meine Gastschwester studiert auch dort jedoch Theater. Die beiden wohnen zusammen in einer Wohnung im Stadtteil "Las Condes" im Nordosten der Stadt. Die Wohnung ist recht geräumig so das auch wir restlichen Vier dort bequem Platz fanden. Gleich am ersten Tag, am Samstag, läuteten wir die Woche der "Chilenität" (ja, das Wort gibts im Spanischen wirklich) mit einer typischen Aktivität ein: einem Asado. Es war ein Asado mit der Familie von meiner Gastmama, mit Tanten, Onkels, Omas und Opas und der Uroma. Ich glaube ein richtiges Asado zeichnet sich neben dem leckeren Essen (v.a. Fleisch aber auch viel Salat) dadurch aus, das man am Ende das Gefühl hat, nie mehr im Leben Fleisch essen zu können. Jenes legt sich aber schon am nächsten Tag, wenn das nächste Asado ansteht, welches am Sonntag in unserer Wohnung in Santiago, mit dem selben Teil der Familie stattfand. Nach dem ausgedehnten Essen wurde auch schön gemeinschaftlich gesungen. Schön oder? Am Abend fuhren in den Parque Padre Hurtado, wo wir uns eine Cueca-Show (Merke: Cueca ist der chilenische Nationaltanz) ansahen.  Am Montag fuhren wir nach Santa Cruz, einer für chilenische Verhätnise nahegelegenen (ca. 200km) Stadt nördlich von der Hauptstadt. Mittaggegessen wurde in einem sehr leckeren Restaurant, welches einem chilenischen Waffenhänfler gehört, in Form eines Buffet (natürlich wurde nebenbei auch gegrillt). Die moralischen Bedenken, wegen des Waffenhändlers rückten nach Anblick des Nachtischbuffets ein wenig in den Hintergrund. Auf das Essen folgte ein Besuch im Museo Historico de Colchagua, welches ebenfalls diesem zwielichtigen Menschen gehört. Das Museum zeigte eine sehr breit gefächerte Austellung zur Geschichte Chiles (teilweise auch andere Länder), von den Ureinwohnern über Eisenbahnen in Chile bis zum Militärputsch durch Pinochet. Den Dienstag, also den eigentlichen Nationalfeiertag, verbrachten wir bei Rodrigos Onkel, mit (ihr wisst es sicher schon) einem Asado. Diesmal halt mit der Teil der Familie meines Gastpapas. Am Abend ging es noch ins Kino. Die Filme werden hier, trotz existierender Syncronisationen auf Spanisch, hauptsächlich auf Englisch, mit spanischen Untertitel gezeigt. Mittwoch und Donnerstag, verbrachten wir hauptsächlich in der Wohnung oder irgendwo in dieser weitläufigen Stadt. Freitag waren wir bei meiner Gastoma zum Mittag eingeladen. Am Samstag ging es in den "Buin-Zoo" (ich hab vorher immer Windsor und konnte mir darunter in Chile nichts vorstellen). Wie der Name schon sagt war es ein Zoo. Das Konzept war sehr nordamerikanisch, mit viel Deko (für den Menschen, nicht für die Tiere) und Tiershow (mit Robben und Pinguinen) wie im Film. Die Woche in Santiago, endetet am Sonntag, mit einem weiteren Mittagessen bei Orianas Schwester. Abends ging es auch schon wieder zurück in die Wüste, in das vergleichsweise ruhige und kleine Calama. Der Rückflug war mit Zwischenstopp in Antofagasta. Außerdem haben wir im Flugzeig Freunde der Familie getroffen (wie klein Chile doch ist).   

Ja mir ist bewusst, dass es der zweite Eintrag in Folge ist, der über eine Festivität berichtet. Das wird wahrscheinlich wie bei deinem Dias vom Studium Papa, wo ihr immer nur am Feiern oder anderen gruppenbildenden Maßnahmen zu sehen seid. Manchmal (Mo-Fr 08:00 - 17:00) bin ich auch in der Schule und lerne!

Die Bilder von Calama kommen auch noch - ganz bestimmt!. Ehrlich gesagt war ich noch nicht oft im Zentrum Calamas und dan muss man auch noch an die Kamera denken. Aber der Beitrag ist in Arbeit!

Also viele Grüße an alle,
Felix
(mein Nachname führt auf Grund der Unaussprechbarkeit für viele Chilenen oft zu Erheiterung) 

Meine Gastfamilie Santiago Felix + Zug Erste Annäherungsversuche zur chilenischen Fauna (im Vordergrund sieht man auch meinen Gastbruder Maxi) So ein Foto musste dann auch noch sein Hihi Gotha ist die Welt

08Sept
2012

Fiesta de Ayquina

Heute jährt sich zum mehr als zweitausenden Mal der Geburtstag Maria, Mutter Jesu. Ja, auch ich hätte es beinahe vergessen. Dieser Feiertag wird hier auch ausreichend zelebriert. Am späten Morgen (Mama bei dir wäre es sicher schon früher Nachmittag) sind wir in die Kirche gegangen. Nach einigen Gebeten wurde auch eine Torte angeschnitten. So sangen wir dann also das spanische Äquivalent zu „Happy Birthday“ und aßen die Geburtstagstorte der Jungfrau Maria. Ich hab mir Kirche immer etwas anders vorgestellt. Ist das in Deutschland auch so? Dazu muss man sagen, dass meine Gastfamilie der Schönstatt-Bewegung angehört, einer apostolisch ausgerichteten, internationalen, geistlichen Erneuerungsbewegung in der katholischen Kirche, welche ihren Ursprung in der Nähe von Koblenz im gleichnamigen Ort Schönstatt hat. Bei der Messe, stand kein Priester vor der Gemeinde, sondern alle saßen auf Bänken vor einem Marienbildniss.

Nach der Messe sind wir einkaufen gefahren, da morgen ein „Asado“, ganz im Zeichen der „Fiestas patria“ (dem Nationalfeiertag, der eigentlich schon den ganzen September zelebriert wird) bei uns stattfindet.

Am späten Nachmittag sind wir nach Ayquina, einem kleinen Dorf mit 600 Einwohnern gefahren, vorbei an Chiu Chiu, einem anderen kleinen Dorf, ca. 70 km durch die Wüste. Ich hatte Glück das wir gefahren sind und nicht gelaufen, denn viele Leute sind auch von Calama zwei Tage lang in das Bergdorf gelaufen. Der Grund dafür ist auch der Geburtstag der Jungfrau Maria, welcher dort sehr aktiv gefeiert wird. Das Dorf beherbergt in diesem Zeitraum mehr als 70.000 Menschen. In diesem Dorf wird getanzt und gefeiert. Ein riesiger Festumzug durchzog das Dorf, mit altiplanischen Tänzen, die man fast nicht als solche erkannt hätte und teilweise mit Kostümen, die mir als kleines Kind sicher Angst gemacht hätten. Die Bilder sagen sicher 100-mal mehr aus als meine verzweifelten Versuche dieses Spektakel in Worte zu fassen.

Abends haben wir und dann wieder auf den Weg nach Calama gemacht. Da die Verkehrsinfrastruktur des kleinen Dorfes nicht für mehrere tausend Autos ausgelegt ist, dauerte das auch ein bisschen.

Schaut euch einfach mal die Fotos an!

Spanisch??? Okay das war wirklich Spanien Wir waren nicht die Einzig(st)en Die ist eine Tracht die man auch beim chilenischen Nationaltanz Quecha trägt So sieht es um Ayquina aus     Der religiöse Höhepunkt des Tages Der Weg zurück nach Calama

26August
2012

21º Aniversario

Wie in jedem Jahr, fand auch in diesem das Schuljubiläum, welches hier groß gefeiert wird. Kein Vergleich ist ein Geburtstag unserer Schule in Deutschland, welcher im Vergleich etwas kleiner ausfällt. Das Bestehen der Schule jährte sich zum 21. Mal. Die Klassen werden, ganz Harry-Potter ähnlich in Allianzen (oder Häuser) eingeteilt. Denen ist jeweils eine Farbe und in diesem Jahr ein Kontinent zugeordnet. Meine Klasse, Tercero Medio war Allianz grün - Ozeanien. Die Klassen meiner Gastmama, die Septimo Basico ebenfalls.

20.08 - Die Woche begann am Montag mit der Eröffnungsveranstaltung. Unter anderem nach einem gesungenem Vater Unser wurde die Banner, die die höchsten Klassen für ihre Allianz gemalt haben enthüllt. Trotz vieler Stunden Arbeit und mindestens 3 verschütteten Farbeimern haben wir verloren. Eigentlich zu recht, da die anderen wirklich besser aussahen. Vor dem Mittag hatten alle nochmal Zeit ihre Vorstellung der Allianz zu proben, welche nach dem Mittag stattfand. Jede Allianz präsentierte u.a. mit Tänzen und Liedern die Kultur und Menschen ihres Kontinents. Unsere Präsentation war in Form einer Reportage gemacht, in welcher ich der Journalist war. Meinen Text habe ich, wie die Chilenen auch vorher aufgenommen und musste also nur noch so tuen als würde ich sprechen. Auch dabei haben wir verloren (aber dafür hatten wir Spaß). Das Aniversario wird von allen sehr ernst genommen. Alle wollen gewinnen, allem voran die Cuarto Medio (also die 12er), welche schon mehrere Male gewonnen haben und ihr letztes Jahr mit einem Sieg beenden wollen. Sie nehmen das ganze eigentlich zu ernst. 

21.08 - Am Dienstag war der sportliche Teil des Jubiläums. Ein bisschen Sportfestfeeling kam auf, jedoch fehlten Bratwurst und 1000m Lauf. Es gab ein Fußballspiel, Volleyballturnier und ein Seilspringwettbewerb (hört sich komisch an). Nach dem Mittag, welches ebenfalls in dem Sportpark stattfand, fand eine Wasserbombenschlacht statt. Dafür habe ich, wie alle anderen auch, am Montag von 23:30 bis 24:00 ca. 200 Wasserbomben gefüllt. Ziel des Spieles ist es den Klassenlehrer möglichst trocken aus dem 20-minütigen Spiel zu bekommen. Ein Teil des Kurses scharrte sich also um die Lehrerin, der andere Teil ist sozusagen die Offensive. Da es auf einem staubigen Parkplatz stattfand wurde es schon nach 5 Minuten zu einer Schlammschlascht (= Unsere Lehrerin war nach 2 Minuten nass und wir veränderten unsere Taktik zu einer offensiveren. Trotz allen Bemühungen gelang es uns nicht die Cuarto Medio zu besiegen.

22.08 - Auch am Mittwoch liefen weitere Wettbewerbe, in denen man Punkte sammelte. Am Morgen fanden einige "Juegos jocosos" (lustige Spiele) statt. Das waren meist kleine Minispiele gegen die Cuarto Medio. Wie z.B. ein Staffellauf mit Tablet und einem Glas Wasser, welches der Klassenlehrer im Mund transportieren musste und viele weitere. Nach dem Mittag hatten wir bis 19:30 frei, dann began die Fonomimica. Eine Fonomimica, ist mehr oder weniger eine Mischung aus Tanz und Schauspiel. Der Text des Liedes muss also geschauspielert werden. Da jede Klasse eine solche vorereitet hatt, zog sich das Programm auch bis ca. 22:00. Die Gute Nachricht heute: WIr haben die Fonomimica gewonnen!

23.08 - Heute Morgen trafen sich die Schüler der höheren Jahrgänge bei einer Kirche in Calama. Dort gab es eine Art Flohmarkt, wo jeder alles verkauft hat. Natürlich ging es wieder nach Allianzen. Der Erlöß ging an die Schülervertretung (oder so ähnlich). Auch diesmal hat die Cuarto Medio gewonnen, wobei bei der großen Summe Zweifel aufkamen ob das alles durch den Verkauf eingenommen wurde. Aber das ist mir ja egal, ich nehme das ganze nicht so toternst. Abends war dann einer der beiden Höhepunkte des Jubiläums: die Vorstellung der Choreografien, für die wir seit Monaten (okay ich bin erst 3 Wochen hier) geprobt hatten. Die Vorstellung fand wie die Fonomimica auch, am Abend statt. Unsere war natürlich die Beste (= und trotzdem sind wir nur dritter Platz geworden. Gewonnen hat erwartungsgemäß mit ihrer Show, die Cuarto Medio.

24.08 - Der letzte Tag des Aniversarios wurde damit verbracht, die Klassenräume aufzuräume   n und zu gestalten - auch dafür gab es Punkte. Die 5-stündige Aktion hat sich auch gelohnt. Mal schauen wie lange der jetzige Zustand anhält. Im benachbarten Klassenraum, der Cuarto Medio wurde sogar der Boden poliert. So weit haben wir es nicht gebracht. Am Abend war dann der zweite Höhepunkt des Aniversarios: die Gala. Die Musik und das Tanzen entsprach zwar nicht der formellen Kleidung die vorgeschrieben war aber es war ein sehr schöner Abend und ich hatte den Anzug nicht umsonst mitgenommen. Ja, man kann auch im Anzug Reggeaton tanzen. Bei der Gala wurden auch die Sieger des Aniversarios gekührt. Das war: (ihr wisst es sicher schon) die Cuarto Medio, bzw. ihre Allianz - die Alianza rojo. Auch in der Klassenwertung gewann die Cuarto Medio.

Die Woche war sehr anstrengend aber total ereignisreich und spannend. Leider hat die Schule nur einmal im Jahr Geburtstag! Ich bedanke mich für alle Kommentare und freue mich sehr über weitere. 

Die Vorstellung der Allianzen - Felix als Journalist Von der Allianz Europa wurde eine sehthentisches Deutschlandbild vermittel, oder nicht? Unser Kurs beim Volleyballspiel Vorbereitung zur Wasserbombenschlacht (es existiert ein Foto von mir nach der Schlacht, welches ich jedoch noch nicht besitze) Eines der Minispiele (jemanden in Klopapier einrollen) Freude nach dem gewonnen Klopapiereinrollen-Spiel Die Fonomimica einer jüngeren Klasse Der FlohmarktChoreografie der Primero MedioNach unserem Auftritt (mit Kostüm)Klassenraum nach Aufräumaktion

11August
2012

Die Schule

Schule habe ich Mo-Fr von 08:00 bis 17:00 (außer am Freitag, da geht der Unterricht nur bis 13:00). Dazwischen gibt es eine fast zweistündige Mittagspause, in der wir nach Hause fahren. Ich besuche die "tercero medio". Das ist vergleichbar mit der 11.Klasse in Deutschland. In meine Schule gehen auch schon ganz kleine Kinder, den die Schule hier beginnt mit dem "kinder" (Kindergarten). Außerdem muss man ab der tercero medio einen Zweig "Electivo" wählen. Zur Auswahl steht neben dem humanistischen und naturwissenschaftlichen Zweig auch ein mathematischer Zweig, welchen ich auf Grund der minimalen sprachlichen Barriere in der Mathematik gewählt habe. Das Verhätnis zu den Lehrer ist ein wenig anders als in Deutschland, denn die Lehrer werden hier z.B. teilweise mit Umarmung und Küsschen begrüßt. Der Unterricht hier könnte sicher ein wenig effektiver sein.

Die Uniform besteht aus einem blauen Poloshirt, einer grauen Hose, grauen Strümpfen und schwarzen Schuhen. Die Sportuniform besteht aus einem gelben Tshirt und eine blaue Jogginghose.

v.l.n.r. Pape, Aurelia, Felix, Maxi, Fran

04August
2012

San Pedro de Atacama

Gegen 12:00 haben Ely und Miguel uns heute bei Philips Gastfamilie abgeholt. Die Fahrt nach San Pedro führte uns eine gute Stunde durch die Atacamawüste. Nachdem uns Miguel erzählt hat wie die fünfte Vulkan heißt, konnte ich nicht mehr folgen. Die Landschaft ist einfach wunderschön. Am Valle de la Luna (Tal des Mondes) haben wir kurz gehalten um Fotos zu machen.

In San Pedro sind noch viele alte Häuser, wie sie typisch sind für die Atacameños zu sehen. Auch neue Gebäude müssen in diesem Stil gebaut werden um das Ortsbild zu erhalten. San Pedro ist eigentlich das Standartziel in der Atacama für alle Besucher. Der Ort ist von Calama (vom Flughafen) gut und für chilenischen Verhältnisse schnell zu erreichen und außerdem ist der Ort zentral gelegen um Tagestouren zu einigen Naturwundern (Salar de Atacama, Valle de la Luna, die Geysire von El Tatio) der Atacama zu unternehmen.

Ich weiß nicht ob zufällig aber auf jeden Fall plötzlich traf Miguel dann auf eine Gruppe von Kinderärzten, von denen er, weil er auch im Krankenhaus arbeitet, einige kannte. Mit denen fuhren wir dann, etwas außerhalb von San Pedro in eine Art Lodge. Dort wurde gegrillt (Asado). Neben Rind und Geflügel gab es auch interessante Bratwürste. 

Als es dann schon dunkel wurde sind wir nochmal nach San Pedro gefahren und haben uns das ganze nochmal abends angeschaut.

Felix + Vulkan Licancabur Lamas (ohne Hüte) + Licancabur San Pedro de Atacama Valle de la Luna

03August
2012

La ciudad de Calama

"Die meisten Touristen verlassen Calama meist sofort in Richtung Sand Pedro de Atacama. Sie tun dies zu recht. Calama ist eine staubige, triste Zweckstadt in Mitten der Atacamawüste." 

Diese Sätze, aus meinem Chile-Reiseführer stimmten mich schon etwas nachdenklich bevor ich die Reise nach Calama antrat. Jetzt bin ich hier und kann sagen:"Es ist nicht ganz so schlimm wie im Reiseführer beschrieben."

Die Stadt liegt, wie bereits erwähnt in Mitten der Atacamawüste. Der Jahresniederschlag liegt bei ca. 0mm und so in Calama eine der trockensten Städt der Welt. Die Temperaturen z.Z. also im Winter liegen mittags bei ca. 25°C und morgens und abends bei bis zu 5°C. Außer etwas höherer Maximaltemperaturen ist das Wetter im Sommer dem im Winter ähnlich.

Calama ist eine recht ruhige, beschauliche Stadt mit rund 180.000 Einwohnern. Da in der nahegelegenen Stadt "Chuquicamata", aufgrund der Umweltverschmutzung durch den gleichnamigen Kupfertagebau (größte vom Menschen erschaffene Grube der Welt), niemand mehr wohnen darf, erfuhr Calama seit 2003 ein rasantes Wachstum (140.000 Einwohner / 2004). Die Bürger der Stadt Chuquicamata, die größtenteils in der Grube arbeiteteten, wurden also nach Calama umgesiedelt. So entstanden in Calama ganze Wohngebiete, welche vom Kupfermienenbetreiber "Codelco" gebaut wurden. Meine Area Representative von YFU und ihr Mann, bei denen ich diese Woche immer geschlafen habe, wohnen zum Beispiel in einem solchen Wohngebiet, denn der Mann arbeitet in Codelcos Krankenhaus. Auch ein Krankenhaus und eine Schule, nur für Arbeiter von Codelco  und deren Familien wurden gebaut. Obwohl Philips Gastvater für den Mienenbetreiber arbeitet wohnen sie nicht in einer solchen Siedlung. Jedoch besuchen Philips Gastgeschwister (und er dann auch) die Schule von Codelco, die ebenfalls nach dem Tagebau benannt ist.

Codelco gehört, nach Salvador Allendes sozialistischer Regierung, zu 100% dem chilenischen Staat und erwirtschaftet rund 15% der chilenischen Staatseinnahmen.

Von meinen Gasteltern arbeitet niemand bei Codelco. Mein Gastpapa ist Zahnarzt und meine Gastmutter arbeitet in der Schule aber ist gelernte Hebamme (um das Rätsel des YFU-Briefs aufzulösen). Ich werde eine katholische Schule besuchen (http://www.sanignaciodecalama.cl/).

Weitere Berichte von der Schule, Bilder von Calama und Bilder von Felix mit Schuluniform werden sicher folgen.

Abrazos

Felix

02August
2012

Antofagasta

Auch heute war ich wieder bei Philips Gastfamilie. Die Nacht hab ich auch dort geschlafen, weil wir uns am Abend noch mit Freunden von Philips Gastbruder Nico getroffen haben. Am frühen Vormittag sind wir dann ca. 3h, durch die Wüste, nach Antofagasta gefahren. Nico musste dort was an der Uni erledigen. Felix (der Schweizer) und Philip mussten nochmal zur Registro Civil, wegen der chilenischen Ausweise. Mittag gab es auch in Antofagasta. BEvor wir zurück nach Calama gefahren sind, gab es noch einen Stop bei "La Portada", ein Naturdenkmal, welches in der Nähe von Antofagasta ist. Eigentlich ist es nur ein Steintor im Pazifik.

La Portada + Felix   Antofagasta  Hinfahrt + Wüste + Zug

02August
2012

Die ersten Tage in Calama ...

habe ich eigentlich tagsüber bei der Gastfamilie von dem Dänen verbracht. Seit Montag bin ich ein richtiger chilenischer Schüler (Ja ich weiß, ich war noch nicht in der Schule). Am Montag habe ich meine Schuluniform gekauft. Dazu noch schwarze Schuhe und auch graue Strümpfe. Am Dienstag began der erste Anlauf, unsere Chilenischen Ausweise zu beantragen. Zuerst muss man zur Policía Internacional um ein Blatt Papier mit Stempel zu bekommen und danach zum "Einwohnermeldeamt". Problem bei beiden war, dass es nur ein bestimmtes Kontingent an Ausländern in diesen Institutionen gibt. Bei der Polizei am Dienstagmorgen, wurden wir, da wir natürlich zu spät waren aber Philips Gastmutter (Pamela) alle in Calama kennt, auf Nachmittag verwiesen. Am Mittwochmorgen und Mittag, nach 4 Stunden Wartezeit (keine Hyperbel) wurde uns auch bei der Beantragung des Ausweises mitgeteilt, dass wir zu spät waren. Aufgrund von weiteren Conections von Pamela konnte zumindest noch einer von uns drei Austauschschülern an diesen Tag seinen Ausweis beantragen. Das war ich (= Die anderen beiden werden sich morgen in Antofagasta nochmal bemühen müssen. Wobei dies nicht so lange dauern sollte wie in Calama. Behörden sind schon aufregend (nach 4h Warten auf nichts)!

Soviel zu diesen nicht ganz so spannenden aber trotzdem ärgerlichen Ereignissen!

Wie gesagt, morgen geht es nach Antofagasta (am Pazifik). Abends schlafe ich weiterhin bei Ely, der Area Representative. 

29Juli
2012

Von Santiago nach Calama

Nach einer recht kurzen Nacht in Santiago, bin ich heute, mit zwei anderen Austauschschülern nach Calama geflogen. Dank meines Fensterplatzes, hatte ich einen sehr guten Blick auf die Anden. Eigentlich wollte ich die Zeit zum Schlafen nutzen, welches auf Grund des Ausblickes nicht möglich war. Gegen 11:00 wurden wir in Calama empfangen. Meine Gastfamilie ist noch bis Freitag im Urlaub und so haben mich die Gasteltern, eines anderen Austauschschülers abgeholt. Bis Freitag werde ich bei meiner Area-Representative (meine Ansprechpartnerin wenn ich in der Gastfamilie Probleme haben sollte) wohnen. 

Von Calama selbst habe ich noch nicht sehr viel gesehen. Aus der Luft konnte man mehrer große Kupfermienen sehen. Der Flughafen, ist noch kleiner als der in Erfurt. Die Gasteltern, von Philip (so heißt der Däne mit dem ich geflogen bin) haben gesagt meine Schule gut und recht klein.

Umgebung von Calama Calama von oben

28Juli
2012

Santiago de Chile

   Nach dem Frühstück in Olmué, wurden wir wieder mit Bussen abgeholt und nach Santiago gebracht. Im YFU-Office in Santigo trafen manche schon auf ihre Gastfamilie. Für den Rest, gab es dort Mittag. Mit anderen YFU-Volunteers ging es zu einem Aussichtspunkt, mit einem grandiosen Blick auf Santiago und die Anden (siehe Bild). Immer wieder verließen uns weitere Austauschschüler, welche mit dem Bus zu ihrer Gastfamilie fuhren. Am späten Abend, sind wir Übriggebliebenen, die am Sonntag in ihre Städte fliegen in ein Hostel in der Nähe vom YFU-Office gegangen und werden dort schlafen.

Buenas noches!

Cerro San Cristóbal

27Juli
2012

Endlich in Chile.

  Nach einer Zwischenlandung in Madrid und insgesamt 18h Flug wurden wir, am Montag in Santiago gleich von netten YFU-Chile Leuten empfangen. Mein Gepäck war leider noch nicht da und kam erst einen Tag später an. Die Wartezeit auf andere Austauschschüler aus anderen Ländern überbrückten wir mit einem Frühstück, welches eigentlich nicht in meine aktuelle Zeitvorstellung passte (-6 Stunden).

Mit Bussen, deren gute Ausstattung man ihnen von außen nicht ansah fuhren wir nach Olmué, eine kleine Stadt in der Nähe von Santiago. Die Busfahrt dorthin gab uns einen ersten Eindruck von der Schönheit der chilenischen Landschaft.

Hier in Olmué sind wir sehr gut untergebracht (Bild). Die vier Tage hier sind nun auch schon vorbei. Wir hatten etwas Spanischunterricht und AGs, ähnlich wie in Deutschland auf VBT, über Familie, Schule etc. Heute Vormittag fahren wir wieder mit dem Bus nach Santiago, zum YFU Office. Eine Nacht werde ich noch in Santiago schlafen, bis ich morgen nach Calama fliege.

Saludos de Chile

En Olmué

04Juli
2012

Noch 20 Tage!!!

So langsam wird es ernst!

Eigentlich war das Jahr immer so weit weg und jetzt erzählt mir jemand, dass es in weniger als einen Monat losgeht.

Zur Zeit überwiegt mehr die Freude neues zu entdecken, meine Gastfamilie zu treffen und überhaupt nach Chile zu fliegen. Freunden  und Familie geht es wahrscheinlich anders. Aber spätestens in Chile wird mir bewusst, dass ich sie ein Jahr nicht sehen werde.

Aber was ist schon ein Jahr!!! 

01Mai
2012

Bewerbung, Auswahlgespräch, ...

http://yfu.de/Bist du ein Chancenergreifer?

 

Bei dieser Frage habe ich mich für "Ja" entschieden.

Es fing an mit der Bewerbung im Herbst 2011. Nach beantworteten Fragen und geschriebenen Motivationsbrief ging es zum Auswahlgespräch in Erfurt. 

Erstwunsch war zwar Russland, danach kamen auf der "Wunschliste" aber die lateinamerikanischen Länder (zuerst Chile). 

Zwei wochen nach dem Auswahlgespräch kam dann auch schon der ersehnte Brief von YFU. Allerdings wurde es Chile und nicht Russland (die Gründe hierfür scheinen mysteriös - ein Fall für Galileo Mystery). Trotzdem habe ich eigentlich nicht lange überlegt und nun ist es nur noch eine Woche bis zur Vorbereitungstagung (VBT), vom 06.05.12 zum 12.05.12 in Mühlhausen.